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Psychologie

Warum Helfen wie Schokolade ist – macht glücklich, aber nur in Maßen!

21. August 2025 By Constanze Leave a Comment

Ein Beitrag von Larissa Renz und Lea Sophie Fuchs

Wann hast du das letzte Mal jemandem geholfen? Wie hast du dich danach gefühlt? Hattest du vielleicht ein kleines Lächeln im Gesicht oder hast dich einfach gut gefühlt?
Im Folgenden erfährst du, dass Helfen nicht nur die unterstützte Person, sondern auch den Helfenden glücklich macht. Dabei gibt es aber auch noch eine andere Seite der Medaille.

Helfen kann man auf unterschiedlichste Art und Weise, sei es einem Freund beim Umzug zu helfen, jemandem den Weg zu erklären oder die Einkaufstasche einer alten Dame zu tragen. Zum Helfen gehören aber auch Aktivitäten, die mehr Zeit in Anspruch nehmen, wie beispielsweise die Durchführung eines Ehrenamts. Laut Statista führten im Jahr 2024 etwa 16,42 Millionen Menschen in Deutschland ein Ehrenamt aus.

Warum helfen wir eigentlich?

Warum helfen über 16 Millionen Menschen, obwohl sie kaum Aufwandsentschädigung dafür bekommen? Ist es Langeweile? Oder macht es sich schick im Lebenslauf?

In einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Jahr 2013 gaben 73% der Befragten an, dass bei ihnen die Freude zu Helfen im Vordergrund steht. Auf Platz 2 und 3 folgten der Wunsch anderen zu helfen (54%) und die Bedeutung der jeweiligen Gruppe für einen selbst (49%). Letzteres bedeutet, dass die Gruppe, um die man sich kümmert, einem besonders am Herzen liegt.

Macht Helfen glücklich? Das sagt die Wissenschaft

Für 73% der Ehrenamtlichen ist Freude die Hauptmotivation zu Helfen. Aber macht Helfen wirklich glücklich und vielleicht sogar gesünder?

Eine Studie (Schwartz & Sendor, 1999) begleitete chronisch kranke Menschen, die andere Erkrankte über zwei Jahre unterstützten. Dabei verbesserte sich bei den Helfern Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Außerdem sind sie offener und toleranter gegenüber anderen Menschen geworden.

Eine Zusammenfassung mehrerer Studien (Von Bonsdorff & Rantanen, 2011) zeigte, dass sozial engagierte Personen über 60, besser in der Lage sind, ihre Gesundheit und Lebenszufriedenheit korrekt einzuschätzen. Eine weitere Studie (Brown et al., 2003) fand heraus, dass das Helfen sogar Einfluss auf die eigene Sterblichkeit haben kann. In dieser Studie wurden in den 1980ern ältere, verheiratete Paare aus Detroit über fünf Jahre begleitet. Die Sterblichkeitsrate war bei Personen geringer, die ihren Ehepartner oder andere Menschen in ihrem Umkreis unterstützten. Dabei wurden andere Faktoren kontrolliert, die die Sterblichkeit beeinflussen können. Dazu gehörten Alter, Geschlecht, körperliche und mentale Gesundheit, Persönlichkeitsmerkmale sowie der sozioökonomische Status. Dadurch konnte ausgeschlossen werden, dass der Effekt von Helfen auf die Sterblichkeit durch einen dieser Faktoren erklärt werden kann. Von 846 Befragten, starben im Laufe der Studie 134 Personen. Das Risiko, im Zeitraum der Studie zu sterben, war bei Personen, die Freunde, Verwandte oder Nachbarn durch praktische Hilfe unterstützten, um das 0.61 fache geringer, als bei Personen, die selbst Unterstützung erhielten. Bei Personen, die ihren Ehepartner emotional unterstützten, war das Sterberisiko um das 0.70 fache verringert im Vergleich zu Personen, die selbst Unterstützung bekamen. Wie die Studie zeigt, kann Helfen Einfluss auf die eigene Sterblichkeit haben, egal auf welche Art man hilft. Ob jemand Unterstützung erhält oder nicht, beeinflusste die Sterblichkeit dagegen überraschenderweise nicht.

Wow, Helfen macht uns also glücklich und lässt uns sogar länger leben? Dann nehmen wir uns ab jetzt vor, so viel und so oft es geht zu helfen. Statt unser Dopamin mit Schokolade aufzuputschen, helfen wir also jetzt. Naja, nicht ganz, denn genau wie der übermäßige Verzehr von Schokolade zu unerwünschten Nebenwirkungen führt, hat auch Helfen seine Grenzen.

Gibt es ein Zuviel an Helfen?

Hast du dich schonmal erschöpft gefühlt, nachdem du schon wieder einer Freundin unter die Arme gegriffen hast? Hättest du lieber einen ruhigen Abend für dich gehabt, konntest aber nicht „Nein“ sagen?

So geht es vielen hilfsbereiten Menschen mal. Wenn du aber regelmäßig deine eigenen Grenzen überschreitest und immer versuchst anderen zu helfen, kann das negative Konsequenzen für dich haben. Eine Studie (Maringgele et al., 2023) hat Pflegepersonal, das mit Covid 19 Patienten arbeitet, und Personen aus „nicht helfenden Berufen“ per Online Fragebogen zu Persönlichkeitseigenschaften und Wohlbefinden befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass es in beiden Berufsgruppen ähnlich viele Personen gab, die zu viel helfen und begannen ihre eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen. Diese Personen fühlten sich schlechter, wodurch bei ihnen depressive Symptome auftreten können. Laut dem Autor Garms-Homolová (2022) tendieren solche Personen dazu sonstige Verpflichtungen, andere soziale Beziehungen und ihre physische und psychische Gesundheit zugunsten der Unterstützung anderer zu vernachlässigen.

Folglich steht eines fest: Du musst nicht Mutter Teresa 2.0 werden, um glücklich zu sein. Vielleicht denkst du dir das nächste Mal, wenn du dir beim Kauf deiner Lieblingsschokolade einen Dopaminschub erhoffst, dass es dich genauso glücklich machen kann, deiner Nachbarin die Einkaufstasche hochzutragen. Aber Vorsicht, behalte dabei immer auch deine eigenen Grenzen im Auge. Nicht dass du am Schluss zwar anderen eine Freude machst, dabei aber deine eigene Gesundheit gefährdest.

Fazit: Helfen ist wie Schokolade, es macht glücklich, aber nur wenn wir es nicht übertreiben.

Literatur

Brown, S. L., Nesse, R. M., Vinokur, A. D., & Smith, D. M. (2003). Providing social support may be more beneficial than receiving it: Results from a prospective study of mortality. Psychological Science, 14(4), 320–327. https://doi.org/10.1111/1467-9280.14461

Garms-Homolová, V. (2022). Sozialpsychologie der Zuneigung, Aufopferung und Gewalt: Über Liebe, prosoziales Verhalten, Aggression und Hass. Springer Berlin Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-662-64355-6

Institut für Demoskopie Allensbach. (2013). Motive des bürgerschaftlichen Engagements—Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung (IfD-Umfrage 11012). Institut für Demoskopie Allensbach. https://www.ifd-allensbach.de/fileadmin/studien/Engagement_Motive_Bericht.pdf

Maringgele, V. E., Scherr, M., Aichhorn, W., & Kaiser, A. K. (2023). Helper syndrome and pathological altruism in nurses – a study in times of the COVID-19 pandemic. Frontiers in Psychology, 14, 1150150. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2023.1150150

Schwartz, C. E., & Sendor, R. M. (1999). Helping others helps oneself: Response shift effects in peer support. Social Science & Medicine, 48(11), 1563–1575. https://doi.org/10.1016/S0277-9536(99)00049-0

Statista. (2024, Dezember 19). Verbreitung ehrenamtlicher Arbeit in Deutschland 2024. Statista. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/173632/umfrage/verbreitung-ehrenamtlicher-arbeit/

Von Bonsdorff, M. B., & Rantanen, T. (2011). Benefits of formal voluntary work among older people. A review. Aging Clinical and Experimental Research, 23(3), 162–169. https://doi.org/10.1007/BF03337746

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Imposter-Phänomen – Wie man Selbstzweifel am Arbeitsplatz überwindet

17. Juli 2025 By Constanze 1 Comment

Ein Beitrag von Antonia Nauerz und Sabrina Terbrüggen, FAU Erlangen

Gehen dir öfters folgende Gedanken durch den Kopf: „Ich bin nicht gut genug für meinen Job“, „Andere überschätzen mich“, oder „Ich kann die Erwartungen anderer nicht erfüllen“? Wenn der Job durch Selbstzweifel zur Qual wird, steckt oft das Imposter-Phänomen dahinter. Was das ist und was dagegen helfen kann, erfährst du hier.


Alex und das Imposter-Phänomen
Der Arbeitsalltag von Alex wird durch das Imposter-Phänomen beeinflusst. Er arbeitet bereits seit mehreren Jahren in einem mittelständigen Bauunternehmen. Obwohl er seine Aufgaben immer erfolgreich bearbeitet, plagen ihn seit Beginn seiner Karriere Selbstzweifel. Er befürchtet Projekte nicht erfolgreich abschließen zu können, obwohl sein Umfeld Vertrauen in ihn hat. Die Sorgen verstärken sich, als Alex eine Beförderung erhält. Statt sich über die Anerkennung zu freuen, denkt er: “Jetzt merken alle, dass ich nichts kann. Ich habe die Beförderung nicht verdient.” Solche Gedanken sind typisch für das Imposter-Phänomen.

Was steckt hinter dem Imposter-Phänomen?
Das Imposter-Phänomen wurde bereits 1978 von den amerikanischen Wissenschaftlerinnen Pauline Clance und Suzanne Imes beschrieben. Wie Alex haben Betroffene starke Selbstzweifel und erkennen ihre Fähigkeiten und Leistungen nicht an. Stattdessen schreiben sie ihre Erfolge Glück oder Zufall zu. Auch Alex kann nicht erkennen, dass er wegen seiner guten Arbeitsleistungen befördert wurde. Er glaubt, es liegt daran, dass er seiner Chefin besonders positiv in Erinnerung geblieben ist oder sie niemand anderen für die Stelle finden konnte. Das wird als externale Ursachenzuschreibung (Attribution) bezeichnet, d. h., Erfolge werden durch Gründe erklärt, die außerhalb der eigenen Person liegen. Dieser externale Attributionsstil wird in der Forschung als eine mögliche Ursache des Imposter-Phänomens diskutiert (Gullifor et al., 2024).

Das Imposter-Phänomen gibt es überall
Vielen Menschen geht es wie Alex. Studien zeigen, dass schätzungsweise bis zu 82% der Menschen vom Imposter-Phänomen betroffen sind (Bravata et al., 2020). Von Studierenden, über Berufseinsteigende bis hin zu Führungskräften – Personen in den unterschiedlichsten Positionen erleben diese Gefühle (Rohrmann et al., 2016). Somit wird Alex in seiner Firma sicher nicht der Einzige mit diesen Gedanken sein.

Was macht das Imposter-Phänomen mit einem?
Nachdem Alex nun schon einige Wochen in seiner neuen Position arbeitet, fühlt er sich immer häufiger ängstlich und gestresst. Dadurch unterlaufen ihm immer wieder kleine Fehler bei seinen Aufgaben und er fühlt sich mehr und mehr überfordert. Er lässt sich mittlerweile öfter von seiner Ärztin krankschreiben und überlegt seinen Arbeitsplatz zu wechseln. Die Forschung zeigt auch, dass vermehrt Fehlzeiten und Burnoutsymptome im Zuge des Imposter- Phänomens auftreten können (Gullifor et al., 2024). Alex befürchtet, dass sich seine Probleme nicht einfach durch einen anderen Job lösen werden. Durch eine Internet-Recherche stößt er auf das Imposter-Phänomen und erkennt sich darin wieder.

Was man gegen das Imposter-Phänomen tun kann
Alex liest verschiedene Artikel, um sich zu informieren, was dagegen hilfreich sein könnte. Dabei erfährt er, dass man sich durch den Austausch mit anderen Betroffenen weniger allein fühlt und weitere Tipps für den Umgang lernen kann (Para et al., 2024). Alex hat zunächst Angst vor den möglichen Reaktionen seiner KollegInnen, beschließt dann aber sich seinem Lieblingskollegen zu öffnen. Dieser kennt berufliche Selbstzweifel auch, was Alex sehr erleichtert.


Der Kollege gibt Alex den Tipp, sich Feedback zu eigenen Stärken und Leistungen von anderen einzuholen. Ihm gelang es so leichter in seine Fähigkeiten zu vertrauen (Zanchetta et al., 2020). Daher beschließt Alex in seinem Mitarbeitergespräch von seinen Selbstzweifeln und Sorgen zu erzählen und nach Feedback zu fragen. Zu Alex‘ Überraschung kennt seine Chefin solche Gefühle ebenfalls und möchte ihn dabei unterstützen. Sie bestärkt ihn darin, dass er die Anforderungen seiner neuen Position erfüllt und diese aufgrund seiner vorherigen Leistungen
bekommen hat. Je mehr sich Alex mit dem Imposter-Phänomen auseinandersetzt, desto bewusster wird er sich über Selbstzweifel auch außerhalb des Berufslebens. Er denkt häufig, nicht gut genug als Vater oder Freund zu sein. Er erinnert sich an die Empfehlung der Wissenschaftlerin Pauline Clance täglich eine Art Tagebuch zu schreiben, um Erfolge und positives Feedback festzuhalten (Clance, 1985). Alex schreibt sich z. B. das Lob seiner Chefin oder einen wertschätzenden Kommentar von einem seiner Freunde auf.

Nachdem er das einige Zeit gemacht hat, bemerkt er, dass er mehr an sich glauben kann und endlich wieder Freude im Job hat. Sein neues Wissen und die Tipps teilt er mit seinem Umfeld, das davon auch profitiert, denn für Alex ist klar – niemand sollte unter ungerechtfertigten Selbstzweifeln leiden müssen.

Referenzen

  • Bravata, D. M., Waos, S. A., Keefer, A. L., Madhusudhan, D. K., Taylor, K. T., Clark, D. M., Nelson, R. S., Cokley, K. O., & Hagg, H. K. (2020). Prevalence, predictors, and treatment of impostor syndrome: a Systemarc Review. Journal of General Internal Medicine, 35(4), 1252–1275. hops://doi.org/10.1007/s11606-019-05364-1
  • Clance, P. R. (1985). The Impostor Phenomenon: Overcoming the Fear that Haunts YourSuccess. Peachtree Pub Ltd.
  • Clance, P. R. & Imes, S. A. (1978). The imposter phenomenon in high achieving women: Dynamics and therapeurc intervenron. Psychotherapy: Theory, Research & PracPce, 15(3), 241–247. hops://doi.org/10.1037/h0086006
  • Gullifor, D. P., Gardner, W. L., Karam, E. P., Noghani, F., & Cogliser, C. C. (2024). The impostor phenomenon at work: A systemarc evidence-based review, conceptual development, and agenda for future research. Journal of OrganizaPonal Behavior, 45(2), 234–251. hops://doi.org/10.1002/job.2733
  • Para, E., Dubreuil, P., Miquelon, P. & Marrn-Krumm, C. (2024). Intervenrons addressing the impostor phenomenon: a scoping review. FronPers in Psychology, 15, 1360540. hops://doi.org/10.3389/fpsyg.2024.1360540
  • Rohrmann, S., Bechtoldt, M. N., & Leonhardt, M. (2016). Validaron of the Impostor Phenomenon among Managers. FronPers in Psychology, 7, 821. hops://doi.org/10.3389/fpsyg.2016.00821
  • Zancheoa, M., Junker, S., Wolf, A.-M., & Traut-Maoausch, E. (2020). „Overcoming the Fear That Haunts Your Success“ – The Effecrveness of Intervenrons for Reducing the Impostor Phenomenon. FronPers in Psychology, 11, 405. hops://doi.org/10.3389/fpsyg.2020.00405

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Warum wir starke Vorbilder brauchen – besonders starke Frauen

6. Juni 2025 By Constanze Leave a Comment

1. Brauchen wir aus psychologischer Sicht überhaupt Vorbilder – oder können wir auch ohne sie stark werden?

Theoretisch könnten wir ohne Vorbilder stark werden – praktisch wäre das aber, als würde man ohne Landkarte durch unbekanntes Terrain wandern. Vorbilder geben uns Orientierung, motivieren und zeigen, was möglich ist. Die Psychologie spricht hier vom „Modelllernen“ (Bandura, 1977). Wir Menschen sind soziale Wesen – wir lernen, wer wir sein können, indem wir andere beobachten. Im berühmten Bobo-Doll-Experiment von Albert Bandura prügelten Kinder auf eine Puppe ein, nachdem sie gesehen hatten, wie Erwachsene das taten – ganz ohne Aufforderung (Bandura, Ross & Ross, 1961).

Besonders in Phasen von Unsicherheit oder Entwicklung – etwa bei Jugendlichen oder in herausfordernden Lebenssituationen – sind Vorbilder wie psychologische Wegweiser.

2. Was genau passiert in unserem Kopf, wenn wir ein Vorbild haben? Gibt es einen psychologischen Mechanismus dahinter?

Ja, und der ist ziemlich faszinierend! Neurowissenschaftliche Studien zeigen, dass beim Beobachten eines Vorbilds unser Belohnungssystem und die sogenannten Spiegelneuronen aktiv werden (Güroğlu et al., 2023). Das bedeutet: Wenn wir jemanden bewundern, der etwas erreicht hat, wird nicht nur unser Wunsch geweckt, es ihm oder ihr gleichzutun – unser Gehirn „übt“ bereits gedanklich mit.
Zudem stärken Vorbilder unser Gefühl von Selbstwirksamkeit – das ist der Glauben, Herausforderungen selbst aus eigener Kraft bewältigen zu können (Benet-Martínez et al., 2021). Wer sieht, dass jemand einen schwierigen Weg gegangen ist, glaubt eher daran, ähnliche Hürden überwinden zu können. Das bedeutet, dass inspirierende Vorbilder helfen können ehrgeiziger eigene Ziele zu verfolgen und resistenter zu sein.  

3. Warum sind gerade starke Frauen so wichtige Vorbilder – nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer?

Weil sie gesellschaftliche Bilder verschieben. Über Jahrhunderte waren Vorbilder in vielen Bereichen – Wissenschaft, Politik, Wirtschaft – männlich geprägt. Starke Frauen als Vorbilder erweitern unser kollektives Verständnis davon, wer „Erfolg“ haben oder „Führung“ übernehmen kann.
Studien zeigen, dass Diversität bei Vorbildern stereotype Denkmuster abbauen kann – sowohl bei Frauen als auch bei Männern (Cheng et al., 2022). Wenn wir erleben, dass Macht, Mut oder Kompetenz nicht an ein Geschlecht gebunden sind, öffnet das Räume: für Frauen, ihre Ambitionen zu entfalten, und für Männer, neue Rollenbilder zu integrieren. Starke Frauen als Vorbilder sind also nicht nur Inspiration – sie wirken gleichzeitig wie psychologische Türöffner für mehr Gleichberechtigung.

4. Spielt es eine besondere Rolle, dass Mädchen weibliche Vorbilder haben? Und was passiert, wenn sie fehlen?

Absolut. Mädchen orientieren sich zwar auch an männlichen Vorbildern, aber Studien zeigen, dass sie sich stärker motiviert fühlen, wenn sie erfolgreiche Frauen sehen, mit denen sie sich identifizieren können (Lockwood & Kunda, 1997). Wenn solche weiblichen Vorbilder fehlen, kann das unbewusst dazu führen, dass Mädchen bestimmte Karrierewege oder Führungsrollen gar nicht erst als „ihren“ möglichen  Weg wahrnehmen.
Eine Studie von Oyserman und Destin (2018) konnte zeigen, dass Vorbilder besonders dann motivierend wirken, wenn sie als erreichbar wahrgenommen werden. Mädchen brauchen also keine „Superheldinnen“, sondern reale Frauen, die zeigen: Erfolg, Mut oder Unabhängigkeit sind möglich – auch für dich.

5. In Zeiten von Social Media und gesellschaftlichem Rechtsruck: Welche Vorbilder tun uns heute wirklich gut?

Die Antwort ist simpel: authentische und vielfältige Vorbilder. Gerade Social Media überschwemmt uns mit oft unrealistischen Idealen, die mehr Druck als Inspiration erzeugen. Die psychologische Forschung zeigt, dass wir uns besonders mit Vorbildern identifizieren, die auch Schwächen und Fehler offenbaren. Dieser Effekt wird als «Pratfall-Effekt» bezeichnet: Kleine Makel machen Menschen sympathischer und motivierender (Benet-Martínez et al., 2021). Perfektion hingegen schafft Distanz.

Besonders wertvoll sind Vorbilder, die Wege aufzeigen, wie man Herausforderungen meistert, Grenzen hinterfragt oder für wichtige Werte einsteht. In Zeiten, in denen Gleichberechtigung wieder verstärkt infrage gestellt wird, brauchen wir Vorbilder, die Mut machen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen – Frauen, die offen über Hindernisse sprechen, sei es Diskriminierung, Selbstzweifel oder die Herausforderung, Beruf und Privatleben zu vereinbaren.

Social Media kann eine großartige Plattform für Frauen sein, um laut, unbequem und sichtbar zu sein. Das inspiriert nicht nur einzelne Personen, sondern – wie eine aktuelle Studie zeigt – geteilte Vorbilder fördern sowohl individuelles Wachstum als auch das Gefühl von Gemeinschaft und Widerstandskraft (Cheng et al., 2022). Und genau das brauchen wir heute.

Anmerkung: Dieser Artikel wurde in leicht gekürzter Form in Ausgabe 105 der Südzeit veröffentlicht. Hier der Link zur Ausgabe. Der Beitrag findet sich auf Seite 25.

Referenzen

  • Bandura, A. (1977). Social Learning Theory. Prentice-Hall.
  • Bandura, A., Ross, D., & Ross, S. A. (1961). Transmission of aggression through imitation of aggressive models. Journal of Abnormal and Social Psychology, 63(3), 575–582. https://doi.org/10.1037/h0045925
  • Benet-Martínez, V., Lee, F., & Leu, J. (2021). Inspiring role models and self-efficacy: How exposure shapes motivation. Journal of Personality and Social Psychology, 120(3), 567–582.
  • Cheng, J. T., Tracy, J. L., & Henrich, J. (2022). Shared heroes and collective resilience: The social power of role models. Nature Human Behaviour, 6, 98–106.
  • Güroğlu, B., van den Bos, W., & Crone, E. A. (2023). Neural mechanisms of observational learning: The role of mirror systems in social motivation. Trends in Cognitive Sciences, 27(2), 134–146.
  • Lockwood, P., & Kunda, Z. (1997). Superstars and me: Predicting the impact of role models on the self. Journal of Personality and Social Psychology, 73(1), 91–103.
  • Oyserman, D., & Destin, M. (2018). Identity-based motivation: Implications for intervention. Review of Educational Research, 88(4), 499–531.

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Warum Torhüter auf die Seite springen – der Action Bias

16. Juli 2021 By Constanze Leave a Comment

Italien ist Fussball Europameister und ich kenne mich wirklich nicht mit Fußball aus, das als Disclaimer vorab. Allerdings kann ich mich für psychologische Studien des israelischen Forschers Michael Bar-Eli mit Fußballern begeistern. Bar-Eli und seine Kollegen (2007) werteten Elfmeter-Situationen im Fussball aus und konnten feststellen, dass die Torschützen statistisch gesehen etwas gleich häufig nach links, rechts und in die Mitte schossen. Spannenderweise hechten Torhüter in der Regel nach rechts oder links und bleiben nur sehr selten in der Mitte des Tores stehen. Dabei wäre ihre Chance den Ball zu halten, statistisch gesehen, genauso hoch, wenn sie einfach in der Mitte stehen bleiben würden. Man muss allerdings sagen, aus Sicht des Torwarts kann man es aber nachvollziehen: Sieht ja auch viel besser aus, wenn man mit Elan zur Seite hechtet, anstatt wie ein Schluffi in der Mitte des Tores stehen zu bleiben und im schlimmsten Fall dem Ball dabei zuzusehen, wie er seitlich vorbei ins Tor fliegt. 

Handeln fühlt sich besser an als abwarten

Diesen Impuls, in unsicheren Situationen lieber zu handeln als abzuwarten, nennt man in der Psychologie Action Bias. Erklärt wird diese Handlungstendenz gerne mit evolutionspsychologischem Nutzen. Für unsere Vorfahren war es häufig die klügste Strategie in unbekannten und potenziell gefährlichen Situationen mit Flucht oder Kampf (fight or flight) zu reagieren. Dieses Erbe tragen wir noch heute mit uns rum, selbst wenn es in unserem Alltag oft eher hinderlich ist. 

Der Action Bias im Alltag 

Autofahrer wechseln im Stau mehrmals die Spur, weil Sie sicher sind, dass die andere Spur schneller vorankommt. Häufig wird der Verkehr dadurch noch zähfliesender und die Gefahr für Unfälle steigt. Auch an der Börse wird heftiger Aktionismus selten belohnt. Wer verkauft, wenn die Kurse fallen und kauft wenn sie rasant steigen, hat im Zweifel am Schluss weniger Geld als die Personen, die stoisch die Schwankung ausgesessen haben. 

Was kann man also gegen diesen Handlungsimpuls tun? Wie bei vielen Impulsen -„hach, ich könnte die ganze Tafel Schokolade auf einmal essen“ – gilt auch hier, man muss der Handlungstendenz nicht sofort nachgeben. Lieber einmal kurz innehalten, sich an den Action Bias erinnern und wenn man die Situation besser überblickt, nochmal entscheiden, ob und was zu tun ist. Diese Entscheidung kann dann auch manchmal sein, das Warten abzubrechen, da es an der anderen Kassenschlange im Supermarkt einfach wirklich schneller vorangeht. 

Literatur

Bar-Eli, M., Azar, O.H., Ritov, I., Keidar-Levin, Y., and Schein, G. (2007). “Action bias among elite soccer goalkeepers: The case of penalty kicks.” Journal of Economic Psychology. 28(5), 606-621. DOI: 10.1016/j.joep.2006.12.001

Patt, A., & Zeckhauser, R. (2000). Action bias and environmental decisions. Journal of Risk and Uncertainty, 21, 45-72.

Zeelenberg, M., Van den Bos, K., Van Dijk, E., & Pieters, R. (2002). The inaction effect in the psychology of regret. Journal of Personality and Social Psychology, 82(3), 314-327.

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Zeit für Veränderung und hallo neuer Name!

11. Juli 2021 By Constanze Leave a Comment

In den letzten Monaten hatte ich immer mehr das Gefühl, dass hier auf dem Blog Zeit für eine Veränderung ist. Daher wurde aus „Hausfrauenpsychologie“ nun „absolut psychologisch“. Warum? Meinem Empfinden nach beschreibt der neue Name deutlich besser um was es mir hier geht: Spannende psychologische Forschung einfach und absolut logisch erklärt. Absolut psycho-logisch eben!

Es wird auch ein paar Neuerungen am Format geben. So startet bald eine neue Reihe von Gastbeiträgen von Master-Studierenden der Psychologie an der Universität Erlangen. In einem spannenden Seminar „Psychologie und Presse“ – gestaltet von meiner großartigen Freundin und Kollegin Dr. Silvana Weber – haben sich die Studierenden mit dem Thema Wissenschaft-Kommunikation beschäftigt: Wie kann man aktuelle und relevante psychologische Forschung so aufbereiten, dass sie für Laien verständlich, interessant und hilfreich ist? Dieses Thema passt natürlich perfekt zu diesem Blog. Im Rahmen des Seminars sind verschiedene Beiträge zum Thema Medien und Identität entstanden. Eine Gesamtübersicht über alle dort entstanden Beiträge findet Ihr hier. In den kommenden Wochen werden angepasste Versionen einiger der Texte hier zu finden sein. 

Ausserdem möchte ich gerne noch mehr auf Themenwünsche eingehen. Schreibt mir daher gerne wenn Ihr ein Thema psychologisch beleuchtet haben wollt. Ihr könnt mir entweder hier direkt in den Kommentaren schreiben, auf Instagram, Facebook oder per Mail an constanze[at]absolutpsychologisch.de. Ich freue mich auf Eure Nachrichten.

Eure Constanze

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Pssst… die Psychologie der Geheimnisse

31. Januar 2021 By Constanze Leave a Comment

Kannst du ein Geheimnis für dich bewahren? Klar! Du musst mir versprechen, dass du es niemandem sagst, versprochen? Versprochen!

Diesen Dialog hat wohl ein jeder von uns schon mal so oder so ähnlich geführt. Denn im Schnitt trägt eine Person 13 Geheimnisse mit sich herum, davon teilen wir fünf mit niemandem. Bei den restlichen acht ist zumindest eine Person eingeweiht. Woher weiß man das so genau? Wer zählt denn die Geheimnisse anderer Menschen? Michael Slepian tut das!

Er ist Professor an der Columbia Business School in New York und in tausende von Geheimnisse eingeweiht. Es ist sein Job, Menschen nach ihren Geheimnissen zu fragen, denn er erforscht, was Menschen lieber für sich behalten und was das mit ihnen macht.

 

Geheimnisse drehen sich oft um Liebe und Finanzen

In seinen Studien konnte Michael Slepian feststellen, dass sich die Geheimnisse, die Menschen auf der Seele brennen, in 38 Kategorien einteilen lassen. Am häufigsten wurden Geheimnisse genannt, die sich um die Themen heimliche Liebe, Finanzen, sexuelle Vorlieben und Gedanken an eine andere Person als den Partner*in drehten. Die vollständige Liste aller Kategorien findet sich hier. Die am häufigsten genannten Gründe für die Geheimhaltung waren die Angst nach der Offenlegung schlecht dazustehen und kritisiert zu werden, der Wunsch Konflikte vermeiden zu wollen, die Angst eine Beziehung zu gefährden und das Streben nach Zugehörigkeit und Akzeptanz (Slepian, Chun, & Mason, 2017).

Geheimnisse können eine Last sein

Kinder lieben Geheimnisse, vor allem schöne, spannende und fantastische Geheimnisse. Für sie sind Geheimnisse ein wichtiges Werkzeug, um ihre eigene Identität zu finden. Es sind erste kleine Schritte hin zu eigenen Freiräumen und einem sich Abgrenzen von den Eltern. Wenn es sich aber um unschöne Geheimnisse handelt, die Angst- und Schuldgefühle erzeugen, ist es extrem wichtig, dass sie sich jemandem anvertrauen können. Ganz ähnlich ist das bei Erwachsenen.

In einer spannenden Serie von Studien untersuchte Michael Slepian und seine Kollegen über 11.000 Geheimnisse. Dabei konnten sie feststellen, dass es Menschen erheblich belastet, wenn sie ein Geheimnis für sich behalten müssen. Interessanterweise nicht, weil sie das Geheimnis in bestimmten Situationen aktiv verbergen mussten, sondern weil sie im Alltag – ob sie es wollten oder nicht – immer wieder an das Geheimnis denken mussten. Dieses Grübeln ist anstrengend und hat negative Auswirkungen auf das psychisches und auch physisches Wohlbefinden (Slepian, Greenaway, Masciampo, 2020).

Bei Geheimnissen gilt: Geteiltes Leid ist halbes und doppeltes Leid

Tatsächlich gibt es empirische Studien, die zeigen, dass sich das psychische und physische Wohlbefinden steigert, wenn man Geheimnisse mit Menschen teilt, die einem nahestehen. Außerdem konnte man feststellen, dass sich die Beziehung zwischen zwei Personen intensiviert, wenn einer den anderen ins Vertrauen zieht (Slepian & Moulton-Tetlock, 2019). Das klingt erst mal gut, allerdings hat das ganze auch eine Schattenseite, denn mit dem Geheimnis gibt man auch die Belastung weiter (Slepian & Greenaway, 2018).

Teilen oder nicht teilen? Teilen!

Wenn es niemandem gibt, mit dem wir unser Geheimnis teilen können oder wollen, dann gibt es immer noch die Option, es sich von der Seele zu schreiben, denn auch das hilft nachweislich. Allen, denen es nicht reicht seine Gedanken für sich aufzuschreiben, für die gibt es immer noch das Internet. Man kann beispielsweise anonym auf der Plattform PostSecret kleine und größere Geheimnisse teilen und soziale Unterstützung finden. Die spannendsten Geheimnisse wurden mittlerweile sogar als Buch veröffentlicht. Geheimnisse, die laut Buchbeschreibung heiter, rührend und manchmal auch verstörend sind und nebenbei das tröstliche Gefühl geben, dass man nicht der oder die Einzige ist, der oder die was zu verheimlichen hat.

 

Literatur

Slepian, M. L., Chun, J. S., & Mason, M. F. (2017). The experience of secrecy. Journal of Personality and Social Psychology, 113(1), 1.

Slepian, M. L., & Greenaway, K. H. (2018). The benefits and burdens of keeping others‘ secrets. Journal of Experimental Social Psychology, 78, 220-232.

Slepian, M. L., Greenaway, K. H., & Masicampo, E. J. (2020). Thinking through secrets: Rethinking the role of thought suppression in secrecy. Personality and Social Psychology Bulletin, 46(10), 1411-1427.

Slepian, M. L., & Moulton-Tetlock, E. (2019). Confiding secrets and well-being. Social Psychological and Personality Science, 10(4), 472-484.

 

 

 

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Social Distancing – ein psychologischer Blick aufs Abstandhalten

6. Dezember 2020 By Constanze Leave a Comment

Seit gut 10 Monaten heißt es für uns im Alltag: Abstand halten! Bitte mindestens eineinhalb Meter und es ist erstaunlich, wie gut wir uns daran gewöhnt haben. Im Januar hätte wohl noch keiner geglaubt, dass sich Politiker mit Ghetto-Faust begrüßen. Mittlerweile ist der Gedanke, auf Abstand zu bleiben, vielen schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es sich oft schon sehr falsch anfühlt in einer Serie oder einem Film, Charakteren dabei zuzuschauen, wie sie sich um den Hals fallen oder auf Festivals in Menschenmaßen tanzen. Unsere persönliche Distanzzone hat sich verändert.

Der peripersonale Raum ist abhängig von Kontext und subjektivem Empfinden

Die Psychologie nennt diese Distanzzone „peripersonalen Raum“. Dieser verändert sich je nach Kontext und subjektivem Empfinden und wird unterbewusst berechnet. Sieht man von der aktuellen Situation ab, ist dies für die meisten Menschen der Raum einen halben bis einen Meter um einen selbst herum.

Wie es sich anfühlt, wenn diese persönliche Distanz nicht gewahrt werden kann, kennt jeder. Wenn man zum Beispiel im Kino während des Films auf die Toilette gehen möchte und sich an allen Personen in der Reihe vorbeidrücken muss, fühlt sich das für die meisten Menschen unangenehm an. Dafür gibt es mindestens zwei Gründe: Erstens stört man die Anderen beim Film schauen und zweitens ist es für die meisten Menschen unangenehm, sich an anderen Menschen eng vorbeizubewegen, vor allem wenn es sich um Fremde handelt. Das liegt daran, dass sie bei diesem engen Vorbeigehen die peripersonalen Räume der Personen überschneiden. Die Berechnung passiert so weit unterhalb der Oberfläche, dass man sie erst wahrnimmt, wenn etwas schief geht.

Der Gebrauch von Werkzeugen hat einen Einfluss auf die Größe des peripersonalen Raums

Forscher der Universität Oxford (Holmes & Spence, 2004) entdeckten, dass auch Affen einen peripersonalen Raum haben. In Studien mit Affen konnte gezeigt werden, dass sich der peripersonale Raum erweitert, wenn die Affen ein Werkzeug, wie zum Beispiel einen Stock, benutzen durften, um an Futter heranzukommen (Iriki, Tanaka & Iwamura, 1996). Interessant wäre nun zu wissen wie das Tragen von Werkzeugen, die zu unserem Schutz dienen – aktuell z.B. das Tragen von Atemschutzmaßnahmen oder Face Shields, den peripersonalen Raum beeinflusst. Wird er dadurch vielleicht sogar kleiner? Eine aktuelle Studie deutet auf das Gegenteil hin.

Wer Maske trägt, hält mehr Abstand zu anderen Menschen  

Aktuell herrscht für circa zwei Drittel der Menschheit Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Massimo Marchiori, ein italienischer Computerwissenschaftler, wollte in einer Versuchsreihe in einem Einkaufszentrum herausfinden, ob Menschen mit Maske mehr oder weniger Abstand halten.* Tatsächlich zeigt die Auswertung von über 12.000 Begegnungen, dass Menschen mit Maske circa 30 cm mehr Abstand halten als Menschen ohne Maske. Er erklärt dieses Ergebnis damit, dass der Anblick maskentragender Menschen die Leute daran erinnert, dass Abstand halten dazu beiträgt, sich selbst und andere zu schützen.

Das Tragen von Masken verhindert also offensichtlich nicht nur, dass potentiell infektiösen Tröpfchen beim Husten und Sprechen in die Umwelt geraten, sondern verändert auch unser Verhalten hin zu mehr Sicherheit. Ein Ergebnis das Mut macht.

 

Literatur

  • Hall, E. T. (1966). The hidden dimension.New York: Doubleday.
  • Holmes, N. P., & Spence, C. (2004). The bodyschema and multisensory representation (s) of peripersonal space. Cognitive Processing, 5(2), 94-105.
  • Iriki, A., Tanaka, M., & Iwamura, Y. (1996). Coding of modified bodyschema during tool use by macaque postcentral neurones. Neuroreport, 7(14), 2325-2330. doi: 10.1097/00001756-199610020-00010
  • Marchiori, M. (2020, 6. December). COVID-19: The Social Distancing Paradox.https://www.math.unipd.it/~massimo/covid/social-distancing-paradox.html*

 

* Die Ergebnisse dieser Studien sind aktuell auf der Homepage des Forschers veröffentlicht und wurden noch nicht in einem peer-reviewed Journal abgedruckt.

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Schubladen sind für Unterwäsche, nicht für Menschen

18. September 2020 By Constanze Leave a Comment

Stellen Sie sich bitte einen Menschen vor, auf den die Beschreibung „mächtig und kompetent“ passt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Sie dabei an einem Mann um die 50 denken. Eigentlich absurd, wo doch die mächtigste Person in Deutschland  seit 15  Jahren eine Frau ist. Aber leider reicht eine Bundeskanzlerin alleine nicht, um gegen ein Stereotyp anzukommen und dass Millionen von Menschen dies verinnerlicht haben.

Mädchen sind (nicht) schlechter in Mathe – außer man erinnert sie daran

Die psychologische Forschung beschäftigt sich schon relativ lange mit der Frage, wie Stereotype das Verhalten derer beeinflussen, die zu einer stereotypisierten Gruppe gehören. Psychologen nennen das Stereotyp Threat. In einem sehr bekannten Experiment lies Claude Steele, Professor für Sozialpsychologie, 1997 an der Stanford University weibliche und männliche Studierende an einem Test für mathematische Fähigkeiten teilnehmen. Der Hälfte der Probanden wurde vor Beginn des Tests gesagt, dass es bei diesem Test in der Regel starke Geschlechtsunterschiede gäbe. Spannenderweise schnitten die Frauen, denen das zuvor gesagt wurde, im anschließenden Test tatsächlich schlechter ab als die männlichen Teilnehmer. Bei den anderen 50 Prozent der Versuchsteilnehmer, die zuvor nichts dergleichen gehört hatten, gab es keinen signifikanten Geschlechtsunterschied im Mathetest.

Stereotype können auch subtil aktiviert werden

Dramatischerweise reicht es, unmittelbar vor Beginn eines Mathematiktest Studierende zu bitten, ihr jeweiliges Geschlecht anzukreuzen, um die Leistung weiblicher Teilnehmer einbrechen zu lassen. Wurde das Geschlecht erst nach Abschluss des Mathe-Tests abgefragt, konnten keine Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern festgestellt werden (Strickler & Ward, 2004).

Das bedeutet, es reicht vor einem Test oder bei den Bundesjugendspielen vorm Werfen „Ladies first“ oder „Los Mädls, Ihr schafft das!“ zu sagen, und schon kann dies negative Stereotype aktivieren und in Leistungssituationen schaden, selbst wenn es eigentlich nur nett gemeinte Kommentare waren.

Die Angst ein Stereotyp zu bestätigen, frisst kognitive Ressourcen

Was ist der Mechanismus hinter derartigen Effekten? Eine beliebte Erklärung ist, dass die Erinnerung an ein negatives Stereotyp eine Art kognitive Belastung ist (Schmader & Johns, 2003). Das heißt, wenn man einen Afroamerikaner daran erinnert, dass seine ethnische Gruppe in IQ-Tests in der Regel schlechter abschneidet als weiße Testteilnehmer, wird diese Information bewusst oder unbewusst bearbeitet. Das Arbeitsgedächtnis ist damit beschäftigt diese Information wegzuschieben, abzumildern oder zu verarbeiten und das kostet Ressourcen, die dann nicht mehr für die eigentliche Aufgabe zur Verfügung stehen. Für diese Erklärung spricht unter anderem der Befund, dass Stereotype über die eigene Gruppe nur bei schwierigen Aufgaben zu einer Leistungseinbuße führen. Aufgaben bei denen man optimalerweise die gesamte kognitive Kapazität zu Verfügung hat.

Stereotype bilden sich bereits in jungen Jahren

Was kann man nun tun, um diesem Effekt entgegenzuwirken? Stereotype bilden sich vor allem in jungen Jahren. Kinder haben – genau wie Erwachsene – den Wunsch, Teil einer sozialen Gruppe zu sein und orientieren sich daher unbewusst an Gruppen-Erwartungen. Deswegen finden Mädchen im Kindergarten plötzlich rosa ganz toll, weil das die anderen Mädchen auch mögen, die Erzieherin implizit annimmt, das sei die Mädchen-Lieblingsfarbe und es durch Medien wie Kinderbücher mit rosa-gekleideten Prinzessinnen und Einhörnern noch verstärkt wird. Eltern können hier bewusst gegensteuern. Sie können ihre Kinder z.B. darauf aufmerksam machen, wenn sie eine Polizistin, eine Busfahrerin oder eine Ärztin sehen.

Man kann auch selbst erfolgreich gegen die Beeinträchtigung durch negative Stereotype der eigenen Gruppe gegenüber ankämpfen. Forscher konnten zeigen, dass eine 15 minütige Übung, in der man sich auf seine eigenen Stärken besinnt, wie eine Impfung gegen die Bedrohung durch Stereotype wirkt (Cohen, Purdie-Vaughns & Garcia, 2012). Zudem hilft es, sich positive Gegenbeispiele vor Augen zu führen. Wenn es beispielsweise heißt, Afroamerikaner sind intellektuell weniger leistungsfähig, hilft es an Barack Obama zu denken. Schließlich wurde er nicht nur Präsident der Vereinigten Staaten, sondern ist auch Absolvent der juristischen Fakultät einer Eliteuniversität.

PS: Ein Erlebnis das Hoffnung macht

Diesen Artikel habe ich im Zug auf dem Weg von Italien nach Deutschland verfasst und dabei wurde ich von einer Polizistin nach meinen Ausweis-Dokumenten gefragt. Das hat mich tatsächlich doppelt gefreut. Zum einen, weil es eine weibliche Polizistin war, und zum zweiten weil ich äußerst selten kontrolliert werde. Tatsächlich kommt das eigentlich nie vor, da ich optisch offenbar nicht zu einer stereotypisierten Gruppe gehöre und daher nicht unter dem Generalverdacht stehe, etwas Illegales zu tun. Wir schreiben das Jahr 2020 und es gibt also Grund zur Hoffnung.

 

Literatur

Steele, C. M. (1997). A threat in the air: How stereotypes shape intellectual identity and performance. American psychologist, 52(6), 613.

Cohen, G. L., Purdie-Vaughns, V., & Garcia, J. (2012). An identity threat perspective on intervention. In M. Inzlicht & T. Schmader (Eds.), Stereotype threat: Theory, process, and application (p. 280–296). Oxford University Press.

Stricker, L. J., & Ward, W. C. (2004). Stereotype Threat, Inquiring About Test Takers‘ Ethnicity and Gender, and Standardized Test Performance 1. Journal of Applied Social Psychology, 34(4), 665-693.

Schmader, T., & Johns, M. (2003). Converging evidence that stereotype threat reduces working memory capacity. Journal of personality and social psychology, 85(3), 440.

 

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Bill Gates, das Coronavirus und andere Verschwörungstheorien

8. Mai 2020 By Constanze Leave a Comment

Wussten Sie schon, dass Deutschland in Kürze die Demokratie abschaffen wird? Gut, dass Vegan-Koch Attila Hildmann darüber auf seiner Facebook Seite aufklärt. Aus aktuellem Anlass – gibt er bekannt – habe er sich in den Untergrund zurückgezogen und fordert seine Follower auf, mit ihm bewaffneten Widerstand gegen die neue Weltordnung zu leisten. Dass an Corona Bill Gates Schuld ist, wissen Sie wahrscheinlich bereits, der Vollständigkeit halber soll es aber hier nochmal erwähnt sein.

Influencer bleib bei deinen Leisten

Ähnlich krude Mitteilungen werden aktuell vom ehemaligen „Popstars“-Juror Detlef D! Soost, vom Sänger Xavier Naidoo und von der Influencerin Anne Wünsche verbreitet. Gemeinsam ist ihnen, dass sie durch TV-Formate und Social Media bekannt wurden und ihnen Millionen von Leuten auf Instagram durch ihren Alltag folgen. Genau diese Reichweite macht es so gefährlich.

Aktuell gilt auch für Prominente: Bleibt zuhause! Dadurch kann ein verstärktes Sendungsbewusstsein schnell auf relative Bedeutungslosigkeit treffen. Die Psychologen Roland Imhoff und Pia Lamberty (2017) konnten in einer Serie von drei Experimenten zeigen, dass sowohl Narzissmus als auch ein großes Einzigartigkeitsgefühl ein Antrieb für Verschwörungstheoretiker sind. Somit scheinen Verschwörungstheorien eine ideale Beschäftigung für Promis zu sein, die zuhause ohne Publikum ausharren müssen.

Die aktuelle Unsicherheit befeuert Verschwörungstheorien

Zur Corona-Zeit haben Verschwörungstheorien Hochkonjunktur, folgen dabei aber alten Mustern. Meist geht es um eine schwer greifbare Macht. Das ist erstmal ziemlich bedrohlich und wenn Menschen das Gefühl von Kontrollverlust haben, suchen sie Strategien, um damit umzugehen. Eine mögliche Strategie ist es Muster zu sehen, wo keine sind, und mit einer Schwarz-Weiß-Sicht einfache Erklärungen zu finden. Verschwörungs-Narrative helfen daher die Welt zu strukturieren. Dabei gehen Verschwörungstheorien oft mit einer Feindseligkeit gegenüber bestimmten Gruppen einher. Im Mittelalter wurde den Juden die Schuld an der Pest gegeben und auch heute spielen häufig antisemitisch motivierte Erklärungen eine Rolle in Verschwörungstheorien. So zeigte sich auch in Studien, dass Menschen mit Verschwörungsglauben sich eher politischen Alternativen außerhalb des demokratischen Spektrums zuwenden (Lamberty & Leisner, 2019).

Die Verschwörer-Mentalität

Forschungs-Ergebnisse konnten zeigen, dass Menschen, die an Verschwörungstheorien glauben, auch auf Behauptungen vertrauen, die sich gegenseitig ausschließen. So konnten englische Forscher in einer Studie zeigen, dass Menschen, die eher der Meinung waren, dass Prinzessin Diana vom Geheimdienst umgebracht wurde, auch eher daran glaubten, dass Lady Di immer noch lebt (Wood et al., 2012). Menschen mit dieser Verschwörer-Mentalität stört dieser offensichtliche Widerspruch nicht. Sie zeichnen sich durch eine generelle Skepsis gegenüber Personen aus, die als mächtig wahrgenommen werden und unterstellen ihnen schnell mal böse Absichten. Problematisch ist, dass Menschen mit Verschwörer-Mentalität sich eher an den Rat von Nicht-Fachleuten halten und medizinischen Autoritäten misstrauen (Jolley & Douglas, 2014). Heißt, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Menschen, die an Verschwörungstheorien zum Corona-Virus glauben, auch Gesundheitsratschläge, wie z.B. häufiges Händewaschen oder Abstandhalten nicht befolgen.

Beim nächsten Gespräch mit einem Mitmenschen, der daran glaubt, dass Bill Gates am Corona-Virus Schuld ist, lohnt sich die Nachfrage, ob er oder sie auch Chemtrails glaubt. Falls ja, ist es sinnvoll, ganz schnell auf Abstand zu gehen.

 

Literatur

Imhoff, R., & Lamberty, P. K. (2017). Too special to be duped: Need for uniqueness motivates conspiracy beliefs. European Journal of Social Psychology, 47(6), 724-734.

Jolley, D., & Douglas, K. M. (2014). The effects of anti-vaccine conspiracy theories on vaccination intentions. PloS One, 9.

Lamberty, P., & Leiser, D. (2019). Sometimes you just have to go in-Conspiracy beliefs lower democratic participation and lead to political violence.

Wood, M. J., Douglas, K. M., & Sutton, R. M. (2012). Dead and alive: Beliefs in contradictory conspiracy theories. Social Psychological and Personality Science, 3(6), 767-773.

 

 

 

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Daheim ist es (nicht immer) am schönsten

17. April 2020 By Constanze Leave a Comment

Dieser Beitrag wurde von zu Hause aus geschrieben. Nicht ungewöhnlich, handelt es sich bei dem Blog doch um ein Hobby. Ungewöhnlich ist, dass ich aktuell auch zu Hause arbeite, Sport mache, online an Yoga-Stunden teilnehme und auch Freunde treffen bzw. After-Work-Events zu Hause bzw. richtigerweise online stattfinden. Die Welt bleibt zu Hause und das schon seit mehreren Wochen. Die Tage scheinen zu verschwimmen und langsam schlägt es dem ein oder anderen aufs Gemüt. Aber warum ist das so? Wie oft wünschen wir uns sonst in stressigen Zeiten, dass wir einfach mal nur zu Hause sein wollen.

Die psychologischen Grundbedürfnisse

Eine psychologische Theorie, die Selbstbestimmungs-Theorie (engl. Self-Determination Theory oder kurz SDT) hilft, besser zu verstehen warum das aktuelle Zuhause-Sein manchmal hart fallen kann. Diese Theorie postuliert, dass der Mensch drei psychologische Grundbedürfnisse hat: Diese sind die Bedürfnisse nach Kompetenz, nach sozialer Eingebundenheit und nach Autonomie. Nur wenn für alle drei gesorgt ist, geht es uns gut. Wie sieht es mit diesen Bedürfnissen aktuell aus?

Arbeit ist prima

Für viele Menschen ist derzeit die veränderte Arbeitssituation eine sehr große Umstellung. Viele arbeiten von zuhause aus, müssen nebenbei noch Kinder betreuen und sich in digitale Schulangebote einfuchsen, befinden sich in Kurzarbeit oder können vielleicht gar nicht mehr ihrem Job nachgehen. Arbeit ist eigentlich eine prima Sache. Neben einem festen Lohn, strukturiert sie den Tag, bietet ein soziales Netzwerk und erlaubt (hoffentlich) Kompetenzerleben. Fällt das alles weg oder ist nur eingeschränkt möglich, kann Langeweile einkehren und damit können wir Menschen gar nicht gut umgehen.

Stromstoß gegen Langeweile

In einer interessanten Serie von Experimenten stellten amerikanische Wissenschaftler (Wilson et al., 2014) die scheinbar simple Aufgabe sich in einem leeren Raum zu setzten und 15 Minuten nichts zu machen. Es gab keinerlei Gegenstände zur Ablenkung, allerdings die Möglichkeit sich – per Knopfdruck – einen elektrischen Schlag zu verpassen. Das Ergebnis war durchaus erstaunlich: Ein Viertel aller weiblichen und zwei Drittel aller männlichen Probanden verpassten sich innerhalb der 15 Minuten mindestens einen Elektroschock. Aus Langeweile. Alle Versuchsteilnehmer hatten vor Beginn des eigentlichen Experiments einen kleinen Stromstoß bekommen und angegeben, dass sie lieber fünf Dollar zahlen würden, als diese Erfahrung noch einmal zu machen.

Gestalte deinen Tag

Wie kann man nun möglichst glücklich durch die aktuelle Zeit kommen? Das Zauberwort heißt Struktur. Die eigenen Tage gestalten (Stichwort Autonomie), persönlich Highlights planen und jeden Tag dadurch zu etwas Besonderem machen. Sei es der FaceTime Anruf bei einem lieben Menschen, ein tolles Abendessen, endlich wieder Klavierspielen, der Spaziergang im Sonnenschein oder einem Online-Live-Konzert lauschen.

Wer aktuell von zu Hause aus arbeitet, sollte versuchen mit den Kollegen auch im informellen Kontakt zu bleiben. Dinge wie das kurze Gespräch an der Kaffeemaschine fallen weg und dadurch fehlt sozialer Kit (Stichwort soziale Eingebundenheit). Genauso wichtig ist es dafür zu sorgen, weiterhin Rückmeldung auf seine Arbeit zu bekommen (Stichwort Kompetenzerleben). Die aktuellen Herausforderungen im Alltag sind oft noch ungewohnt, aber für vieles davon gibt es (kreative) Lösungen. In diesem Sinne: Viel Spaß zu Hause!

 

Literatur

Richard M. Ryan, & Edward L. Deci (2000): Self-Determination Theory and the Facilitation of Intrinsic Motivation, Social Development, and Well-Being. In: American Psychologist 55, 68–78.

Wilson, T. D., Reinhard, D. A., Westgate, E. C., Gilbert, D. T., Ellerbeck, N., Hahn, C., … & Shaked, A. (2014). Just think: The challenges of the disengaged mind. Science, 345(6192), 75-77.

 

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Mein Name ist Constanze und ich bin promovierte Psychologin. Ich mag gute Theorien und wissenschaftliche Erkenntnisse, die einem helfen das Leben besser zu verstehen.

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